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4:2 in Niedernjesa

Mittwoch, 26. August 2026 · 18:30 UhrBezirkspokal, Runde 3

Schiedsrichter: Christian SchlägerLinienrichter: Julius Barth, Arjen Rasmus Flöther

90

05 steht im Achtelfinale des Bezirkspokals

Spielbericht vom 27. August 2026

Flutlicht, 329 Zuschauer*innen und vier 05-Tore: Der Pokalabend in Niedernjesa hatte einiges zu bieten. Ein großer Teil des 05-Anhangs war mit dem Fahrrad angereist. Niedernjesa darf damit schon einmal als Prolog der großen Berlin-Tour gelten. Die eigentliche Etappe steht dann im Frühjahr 2029 an – bis dahin bleibt noch etwas Zeit, die richtige Übersetzung zu finden. Auf dem Platz war dagegen schnell klar, wer an diesem Abend die Kontrolle übernehmen würde. Am Ende setzte sich 05 in der dritten Runde des Wittinger Bezirkspokals mit 4:2 durch und steht im Achtelfinale.

Von Beginn an übernahm 05 die Kontrolle und ließ Niedernjesa kaum ins Spiel kommen. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, immer wieder ging es in Richtung Tor der Gastgeber. Die schwierigen Platzverhältnisse machten es dabei allerdings nicht immer leicht, den Ball sauber laufen zu lassen. Wobei wir uns darüber nun wirklich nicht beschweren wollen: Der A-Platz im heimischen Maschpark sieht schließlich oft nicht besser aus.

 

Nach sieben Minuten fiel die Führung. Ingmar „Inge“ Peters war zur Stelle und traf zum 1:0. Auch danach blieb 05 die deutlich bessere Mannschaft. Max Herwig hatte nach elf Minuten die nächste gute Möglichkeit, verpasste das Tor aber knapp, ehe Tacke wenig später mit einem Freistoß aus rund 22 Metern am Torwart der Gastgeber scheiterte, der an diesem Abend noch öfter Gelegenheit bekommen sollte, sich auszuzeichnen.

 

Niedernjesa hielt mit viel Einsatz dagegen, entwickelte nach vorne aber nur wenig Gefahr. Bei 05 lief der Ball ordentlich, auch wenn der Spielfluss zwischendurch unter zahlreichen Pfiffen des Unparteiischen litt. Immerhin: Eine Linie war erkennbar.

 

In der 27. Minute erhöhte 05 auf 2:0. Inge Peters köpfte den Ball aufs Tor, der Torwart konnte noch parieren, doch Noah Tacke war zur Stelle und staubte ab. Bis zur Pause hätte die Führung durchaus noch höher ausfallen können. Ein weiterer Kopfball von Inge wurde auf der Linie geklärt, während ein anderer Abschluss nach schönem Angriff irgendwo zwischen zahlreichen Beinen im Strafraum hängen blieb. Mit 2:0 ging es schließlich in die Halbzeit.

 

Nach dem Seitenwechsel blieb 05 am Drücker. Raphael Polczyk traf nach 58 Minuten den Pfosten, nachdem der Niedernjesaer Torwart den Ball noch stark dorthin gelenkt hatte. Kurz darauf fiel das 3:0: Inge Peters schnürte seinen Doppelpack und brachte Schwarz-Gelb damit endgültig auf die Siegerstraße.

 

Dann kam Niedernjesa doch noch einmal heran. Eine abenteuerliche Rückgabe von Fahlbusch auf Fabian Sündram wurde von Niedernjesa abgefangen, plötzlich stand es nur noch 3:1. Viel Zeit, sich darüber zu ärgern, blieb allerdings nicht: Richie Hehn fasste sich aus rund 22 Metern ein Herz und jagte den Ball in den rechten oberen Winkel. Unhaltbar für den ansonsten starken Keeper der Gastgeber – 4:1.

 

Auch danach gab es weitere Möglichkeiten. Nach einem starken Angriff steckte Fahlbusch auf Inge durch, dessen Abschluss von einem Niedernjesaer Verteidiger noch an die Latte gelenkt wurde. Wenzel scheiterte aus kurzer Distanz am Torwart, und auch Raphael Polczyk hatte nach einem starken Konter noch eine gute Möglichkeit, doch der Keeper war erneut zur Stelle.

 

Niedernjesa gelang durch ein Traumtor noch das 2:4: Ein Volleyschuss aus rund 30 Metern schlug unhaltbar im Winkel ein. Mehr passierte allerdings nicht mehr. Die Führung wurde über die Zeit gebracht, damit steht 05 im Achtelfinale.

 

„Das Wichtigste war einfach, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Ich glaube, bei den Verhältnissen war ein ordentliches Passspiel oder gutes Kombinationsspiel nur schwer möglich. Da haben wir aber noch was Gutes draus gemacht, und am Ende zählt einfach die nächste Runde. Der Sieg hätte sicherlich noch drei Tore höher ausfallen können, die zwei Gegentore sind dann halt einfach ärgerlich. Aber keiner ist verletzt, wir sind eine Runde weiter und das zählt“, sagt Janosch Baruschka.

 

Auch den Pokalcharakter betont unser Trainer: „SVG hat gegen Hainberg verloren, da sieht man, was Pokal ist. Für die war das ein Highlight-Spiel, die haben sich da reingehauen, alles gegeben. Das war ein ordentliches Pokalspiel. Alles gut, wir sind zufrieden. Wir sind eine Runde weiter und jetzt voller Fokus auf Sonntag.“

 

Das Ergebnis gibt die Spielanteile dabei nur bedingt wieder. 05 war über weite Strecken die deutlich bessere Mannschaft und hatte das Geschehen klar im Griff. Lucas Müller wirbelte immer wieder durch die Niedernjesaer Defensive, Richie Hehn zeigte eine starke Partie und setzte mit seinem Kracher aus 22 Metern den schönsten Akzent. Ricardo Moreno-Morales sorgte auf der tiefen Sechs für Ordnung. Am Ende war es aber vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung.

 

Daran änderte auch der unnötige Anschlusstreffer nichts. Die Kontrolle blieb über weite Strecken erhalten, am Ende steht ein hochverdienter Sieg und der Einzug ins Achtelfinale.

 

Dort wartet jetzt der SC Hainberg. Im vergangenen Jahr war für uns dort im Pokal Schluss. Diesmal geht es also wieder auf den Hainberg – voraussichtlich am Wochenende 3./4. Oktober. Der Weg nach Berlin ist noch lang, aber wir sind schon unterwegs. Quasi mit dem kleinen Zeh in Berlin-Weißensee.