05 grüßt von der Tabellenspitze

Schiedsrichter: Mohamed Aziz LaarbiLinienrichter: Tristan Benjamin Stenzig, Aaron Giese
1:0-Sieg in Gifhorn
Spielbericht vom 27. September 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Nach dem Last-Minute-Sieg gegen den Lehndorfer TSV musste unsere Mannschaft auch im schönen Stadion an der Flutmulde in Gifhorn eine anspruchsvolle Aufgabe lösen. Im Vergleich zum 4:3 gegen Lehndorf veränderte das Trainerteam die Anfangsformation auf drei Positionen. Joris Fahlbusch, Laurin Böll und Noah Tacke rückten neu in die Startelf, dafür standen Alexander Knopf, Jonah Wenzel und Raphael Polczyk dieses Mal nicht in der Startelf.
Der MTV hatte in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, die wenigen Torchancen waren allerdings gleich hochkarätig. Unsere Mannschaft kam durch Jannis Wenzel zu ersten Möglichkeiten, konnte diese aber nicht nutzen. Auf der anderen Seite musste Fabi Sündram mehrfach stark eingreifen. In der 40. Minute parierte er gegen einen durchgebrochenen Gifhorner, kurz darauf hatte der MTV eine weitere große Chance, setzte den Ball aber über das Tor. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurde unser Spiel besser. Unsere Mannschaft war jetzt häufiger am Ball, kam besser in die Zweikämpfe und fand öfter den Weg nach vorne. Der MTV presste weiter gut und ließ uns wenig Zeit für den Aufbau. Trotzdem gelang es 05 nun immer besser, das Spiel in die Hälfte der Gastgeber zu verlagern und selbst für Gefahr zu sorgen. In der 49. Minute musste Fabi Sündram erneut eingreifen und hielt den Ball stark. Der eingewechselte Elias Stock hatte in der 60. Minute die große Möglichkeit zur Führung, setzte den Ball aus kurzer Distanz aber über das Tor.
In der 65. Minute fiel schließlich das 1:0 – und dieses Tor war ein reiner Willensakt. 05 hatte zu diesem Zeitpunkt Druck aufgebaut und drängte immer wieder nach vorne. Unsere Fans trieben die Mannschaft dabei lautstark nach vorne. Fast schien es, als wollten Mannschaft und Fans das Tor gemeinsam erzwingen. Nach einem Eckball stieg Noah Tacke hoch, setzte sich durch und köpfte den Ball ins Netz. Der Jubel auf dem Platz und unter den mitgereisten 05-Fans war riesig.
Auch nach dem Führungstreffer blieb unsere Mannschaft mutig und spielte weiter nach vorne. Gifhorn musste nun mehr riskieren, gleichzeitig ergaben sich für uns weitere Möglichkeiten. Ein Kopfball von Ingmar Peters nach einer Ecke wurde kurz darauf vom Gifhorner Torhüter gehalten, wenig später scheiterte Peters aus kurzer Distanz. In der Schlussphase kam Gifhorn noch einmal zu Möglichkeiten, doch Fabi Sündram war erneut zur Stelle und verhinderte den Ausgleich. Auch in der 87. Minute hatte Peters noch einmal das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss aus fünf Metern wurde gerade noch zur Ecke geklärt. Nach drei Minuten Nachspielzeit war der Sieg perfekt.
Ein großes Dankeschön geht an die zahlreichen 05-Fans, die die Fahrt nach Gifhorn auf sich genommen und unsere Mannschaft über die gesamte Spielzeit lautstark unterstützt haben. In der Schlussphase machte diese Unterstützung von den Rängen noch einmal den Unterschied.
Jan Baruschka: „Wir haben gut angefangen und hatten auch ein, zwei gute Chancen, unter anderem durch Jannis Wenzel. Dann haben wir uns aber ein bisschen von dem Spiel von Gifhorn anstecken lassen und ziemlich viele lange Bälle gespielt. Das wollten wir eigentlich nicht, weil das auch nicht unsere Stärke ist. Gifhorn stand nicht sehr tief, die wollten auch mitspielen, und das kommt uns eigentlich immer zugute. Wir hätten deshalb viel mehr flach spielen müssen. Das haben wir in der ersten Halbzeit nicht so gemacht.
Gifhorn hatte dann auch ein, zwei gute Chancen, bei denen wir nicht gut standen oder ein bisschen geschlafen haben. Das hat uns natürlich nicht gefallen. Trotzdem hatten wir selbst ein, zwei gute Möglichkeiten, bei denen wir eigentlich einen machen müssen.
In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein bisschen ein anderes Gesicht gezeigt. Wir mussten verletzungsbedingt umstellen und Jannis Wenzel in die Innenverteidigung stellen, weil uns wirklich drei Innenverteidiger ausgefallen sind. Wir haben es dann aber besser gemacht, haben angefangen, Fußball zu spielen und uns auch Torchancen herausgespielt. Die haben wir zunächst nicht genutzt, aber diesmal haben wir durch einen Standard auch mal ein Tor gemacht. Das war ganz wichtig.
Danach hätten wir noch ein, zwei Tore machen können, aber Gifhorn hatte auch noch eine richtig gute Kopfballchance. Am Ende haben wir das gut wegverteidigt und endlich auch mal zu null gespielt. Das ist sehr wichtig: zu null gespielt, gewonnen und weiterhin ungeschlagen. Darauf können wir aufbauen. Das müssen wir auch machen, und das machen wir auch. Jetzt freuen wir uns auf eine richtig gute Trainingswoche und dann geht es zum Pokal auf den Hainberg.“
Durch den Sieg in Gifhorn steht unsere Mannschaft nun an der Tabellenspitze. Möglich wurde das, weil der bisherige Spitzenreiter MTV Wolfenbüttel am Freitagabend zu Hause mit 0:2 gegen Germania Bleckenstedt verlor. Nach acht Spielen ist 05 damit weiterhin ungeschlagen: sieben Siege und ein Unentschieden stehen zu Buche. Dazu kommen drei gewonnene Pokalrunden.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie eng es derzeit zugeht. Neben Wolfenbüttel sind die Freien Turner Braunschweig, Germania Bleckenstedt, der SSV Kästorf und Lupo Martini Wolfsburg im oberen Bereich dabei. Auch der Bovender SV und Rot-Weiß Volkmarode sind nicht weit weg.
Falls die Tabelle in vier Wochen noch ähnlich aussieht, wartet beim MTV Wolfenbüttel ein absolutes Spitzenspiel. Im goldenen Herbst folgen innerhalb weniger Wochen außerdem die Duelle mit den Freien Turnern Braunschweig und dem Überraschungsteam Rot-Weiß Volkmarode sowie unser Stadtderby gegen die SVG Göttingen.
Schon am kommenden Sonntag geht es im Achtelfinale des Wittinger Bezirkspokals weiter. Unsere Mannschaft ist um 15 Uhr beim SC auf dem Hainberg zu Gast. Zwei Wochen später steht die nächste Auswärtsfahrt in der Liga an: Dann geht es zum VfB Fallersleben, der bislang erst drei Punkte sammeln konnte. Die Spiele gegen Landolfshausen und Lehndorf haben allerdings gezeigt, dass uns Gegner, die eher tief stehen, vor andere Aufgaben stellen können.
Unterm Strich war der gestrige Sieg ein weiteres Ausrufezeichen bei einem starken Gegner in einer bislang überragenden Saison












