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Denkwürdiger Nachmittag

Sonntag, 18. Oktober 2026 · 15:30 UhrLandesliga Braunschweig, 10. Spieltag

Schiedsrichter: Mathes EggersLinienrichter: Finn-Mathis Hartmann, Jan Wüstefeld

Zuschauer: 265

90

05 fegt Vorsfelde II mit 11:0 vom Platz

Spielbericht vom 19. Oktober 2026

Elf Tore, kein Gegentreffer und die Tabellenführung zurück – Göttingen 05 liefert im Maschpark eine Gala ab

Was für ein Fußballnachmittag im Maschpark! Der 1. SC Göttingen 05 hat den SSV Vorsfelde II mit 11:0 besiegt und damit ein echtes Ausrufezeichen in der Landesliga gesetzt. Mit elf Treffern und einer weißen Weste holte sich Schwarz-Gelb nicht nur den höchsten Saisonsieg, sondern auch die Tabellenführung zurück. Nach zehn Spieltagen steht unsere Mannschaft bei 28 Punkten und bleibt damit weiter auf Kurs.

Dass es am Ende zweistellig werden würde, zeichnete sich bereits in der Anfangsphase ab. 05 trat von Beginn an mit viel Tempo, hoher Intensität und großer Spielfreude auf. Schon in der zweiten Minute landete ein Abschluss von Ali Ismail an der Latte. Kurz darauf wurde es erneut gefährlich, ehe die nächste Standardsituation schließlich die Führung brachte.

Sechs Tore vor der Pause

In der 10. Minute war es Ali Ismail, der eine Ecke zur verdienten 1:0-Führung verwertete. Nur sechs Minuten später legte Ingmar Peters nach: Ebenfalls nach einer Ecke stieg unser Torjäger am höchsten und köpfte zum 2:0 ein.

05 blieb auf dem Gaspedal. In der 18. Minute erhöhte Raphael Polczyk nach Vorlage von Peters auf 3:0. Anschließend übernahm Peters endgültig die Hauptrolle: Mit seinen Treffern in der 23. und 37. Minute schnürte er seinen Dreierpack und stellte auf 4:0 beziehungsweise 6:0. Dazwischen hatte Ismail in der 28. Minute seinen zweiten Treffer des Tages erzielt.

Damit war die Partie bereits zur Halbzeit entschieden. Unsere Mannschaft hatte die Räume konsequent genutzt, den Ball schnell laufen lassen und den Gästen kaum Gelegenheit gegeben, ins Spiel zu finden.

Auch Cheftrainer Jan Baruschka war entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Gestern haben wir es wirklich über 90 Minuten geschafft, die Intensität hochzuhalten, haben Fußball gespielt und die Jungs haben einfach mal gezeigt, was für eine Qualität sie haben.“

Gleichzeitig ordnete der Trainer das Ergebnis realistisch ein. Die Leistung sollte gefeiert werden, ohne den Gegner und die Aussagekraft des Resultats überzubewerten: „Natürlich kann man das nicht überbewerten. Der Gegner war jetzt nicht ganz so stark. Aber trotzdem musst du da auch erst mal elf Tore schießen in der Landesliga.“

Auch nach der Pause kein Nachlassen

Wer nach dem Seitenwechsel mit einem Gang zurückgerechnet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Schwarz-Gelb spielte weiter nach vorne und blieb torhungrig.

In der 50. Minute trug sich Linus Nolte in die Torschützenliste ein und erhöhte auf 7:0. Danach dauerte es bis zur 66. Minute, ehe Maximilian Herwig traf – und das auf besonders eindrucksvolle Weise: Gerade einmal 15 Sekunden stand er auf dem Platz, als er den Ball zum 8:0 im Netz unterbrachte.

In der Schlussphase legte Lennart Sieburg mit einem Doppelpack nach. Seine Treffer in der 80. und 83. Minute schraubten das Ergebnis auf 10:0. Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Peters: In der 87. Minute erzielte er seinen vierten Treffer des Tages und machte den 11:0-Endstand perfekt.

Mit seinem Viererpack baute Peters seine beeindruckende Torausbeute weiter aus und unterstrich einmal mehr seine Bedeutung für unsere Offensive. Doch die elf Tore waren das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der sich zahlreiche Spieler auszeichnen konnten.

Der größte Applaus gehört Fabian Sündram

Ein besonderer Moment gehörte kurz vor Schluss allerdings unserem Torhüter. Obwohl Fabian Sündram über weite Strecken kaum gefordert worden war, war er in der Schlussminute hellwach und verhinderte mit zwei starken Paraden den möglichen Ehrentreffer der Gäste. Dafür gab es vom Publikum den vielleicht lautesten Applaus des Nachmittags.

Auch Baruschka hob die Leistung seines Keepers ausdrücklich hervor: „Ich wäre wirklich sauer gewesen, wenn wir noch eine Bude kassiert hätten. Aber Kompliment auch an Fabian, dass er trotzdem voll da ist, obwohl vorher nichts auf seinen Kasten kam.“

Genau solche Szenen zeigen, worauf es dem Trainer ankommt: unabhängig vom Spielstand konzentriert bleiben, bis zum Ende arbeiten und als Mannschaft funktionieren. Dass 05 nach elf eigenen Treffern auch defensiv die Null hielt, rundete den perfekten Nachmittag ab.

Tabellenführung zurück – jetzt wartet Wolfenbüttel

Mit dem Kantersieg hat sich unsere Mannschaft die Tabellenführung zurückgeholt. Der MTV Wolfenbüttel hatte am Samstag mit einem 8:1 gegen Eintracht Northeim zwischenzeitlich Platz eins übernommen. Durch den eigenen Erfolg zog Schwarz-Gelb wieder vorbei und steht nach zehn Spieltagen bei 28 Punkten.

Lange Zeit, den historischen Nachmittag zu genießen, bleibt allerdings nicht. Am kommenden Samstag wartet auswärts beim MTV Wolfenbüttel der Tabellenzweite – und damit eine ganz andere Herausforderung. Baruschka blickt der Aufgabe selbstbewusst entgegen:

„Wir haben auch schon in der Saison gezeigt, ob das Bleckenstedt war, ob das Bovenden war, ob das Kästorf war, dass wir auch gegen Top-Teams der Liga sehr gut mithalten oder auch gute Ergebnisse erzielen können. Natürlich ist Wolfenbüttel auswärts vielleicht nochmal eine Nummer größer, aber wir fahren dahin und wollen das Spiel gewinnen.“

Dafür werde es eine starke Trainingswoche und einen guten Auftritt der gesamten Mannschaft brauchen. Personell muss das Trainerteam voraussichtlich auf Ali verzichten, der im Urlaub ist. Bei Jonah Wenzel bleibt abzuwarten, ob er rechtzeitig fit wird. Unabhängig davon sieht Baruschka sein Team gut aufgestellt:

„Wir müssen gucken, ob Jonah rechtzeitig fit wird. Aber ansonsten fahren wir wieder mit einem sehr starken Kader dahin und ja, wir freuen uns einfach auf so ein Spitzenspiel.“

Elf Tore, kein Gegentreffer und die Tabellenführung zurück: Der Sonntag im Maschpark war ein Nachmittag, der unseren 05ern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Jetzt richtet sich der Blick nach vorne – auf das Duell mit Wolfenbüttel und die nächste große Aufgabe im Kampf um die Spitze.